Russische Lebenswelt von 1905 bis 1920

2015 wurde der Sozialrevolutionär und Schriftsteller Michael Ossorgins wiederentdeckt. Das ErscheinenAB_Ossorgin_Eine Straße in Moskau_Bezug_Extraausgabe_RZ_d_jm.in Cover_Ossorgin_Zeugen der Zeit_300dpivon „Eine Straße in Moskau“ wurde unter anderem als „die eigentliche literarische Sensation des Herbstes“ und der Roman als „brillantes und außergewöhnliches Prosawerk“ in der deutschsprachigen Presse gefeiert. Liest man die beiden Romane, wundert man sich nicht. Denn der Autor, stilistisch geschult an den Meisterwerken der russischen Klassik, ist ein äußerst sensibler Beobachter seiner Zeit. In den beiden Romanen wird die russische Lebenswelt von 1905 bis 1920 eindrücklich geschildert. Er betrachtet die Menschenschicksale in den Wirren der Geschichte mit liebevollem und unbestechlichem Blick – Täter wie Opfer. Dadurch entsteht ein eindrückliches Bild der brutalen gesellschaftlichen Veränderungen in Russland.
Ursula Keller, die Übersetzerin und kenntnisreise Kommentatorin beider Romane, studierte Slawistik und Germanistik an der FU Berlin und in Leningrad. Zahlreiche Forschungsaufenthalte führten sie nach Russland.

21. September 2017, 19 Uhr, Mahn- und Gedenkstätte Steinwache

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe “100 Jahre Russische Revolution 1917 bis 2017” in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung NRW, dem Historischen Verein für Dortmund und die Grafschaft Mark, dem Verein Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V., dem Kino im Dortmund U, der vhs.Dortmund, der Auslandsgesellschaft NRW und dem Fritz Hüser Institut.

 

Ursula Keller: Michael Ossorgin; „Zeugen der Zeit“ und „Eine Straße in Moskau“

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