Wie die USA sich verändern und was das für Europa bedeutet: ein Gesprächsabend mit Klaus Brinkbäumer
Wie die USA sich verändern und was das für Europa bedeutet, genau darüber sprach Journalist Klaus Brinkbäumer mit dem Experten Brandon Bohrn von der Bertelsmann-Stiftung und der Dortmunder Doktorandin Rika Althoff im Studio B der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund.
- Nachbericht
- Die Gäste
- Leseempfehlungen
- USA@250 – Experiment Demokratie
Nachbericht

Zusammen mit Veronika Harbecke von AmerikaHaus NRW e.V. und Silvia Werner von Europe Direct Dortmund lud die Stadt- und Landesbibliothek Dortmund im Rahmen des Dortmunder Projekts „USA@250“ zu einem US-amerikanischen Abend ein. Das bunt gemischte Publikum freute sich über das geballte Insiderwissen auf der Bühne, denn die drei Gäste Klaus Brinkbäumer, Brandon Bohrn und Rika Althoff diskutierten u.a. angeregt die Entwicklung des Project 2025 der Trump-Regierung, deren Anfänge bereits in der Amtszeit von Präsident Joe Biden (2021-2025) liegen.
Zwischen der allgemeinen Bestürzung über die schnelle und öffentliche „Verrohung“ ist mir besonders die Perspektive „hinter den Kulissen“ im Kopf geblieben – und dass dort eben doch weiter Themen verhandelt werden, und zwar auch sachlich und diplomatisch.
Jakob Schlömer, Stadt- und Landesbibliothek Dortmund
Dass die Dortmunder*innen von der US-amerikanischen Politik- und Gesellschaftsentwicklung bewegt sind, war auch für die drei Gäste spürbar: Das Publikum brachte sich murmelnd ein und zeigte damit, dass sie einige Eindrücke von Klaus Brinkbäumer teilten. Beim anschließenden Q&A entstand eine wunderbare Interaktion.
Klaus Brinkbäumer zu Gast in der Zentralbibliothek
Auch im zweiten Jahr seiner zweiten Amtszeit hält Donald Trump die Welt in Atem. Der Kurs seiner Administration hat massive Auswirkungen weit über die Landesgrenzen hinaus.

Ausgehend von den Beobachtungen des langjährigen USA-Korrespondenten Klaus Brinkbäumer richteten wir den Blick auf zentrale Trends und Konfliktlinien der amerikanischen Politik. Seine Gespräche im ganzen Land lieferten Einblicke in tiefe gesellschaftliche Gräben und zeugten vom Misstrauen gegenüber demokratischen Institutionen und dem politischen System. Gemeinsam mit Brandon Bohrn diskutierte er, wie die USA sich verändern und was das für Europa bedeutet.
Wie erleben Menschen, die Amerika seit vielen Jahren verbunden sind, den derzeitigen Wandel?
Nicht zuletzt ging es auch um eine persönliche Perspektive: Wie verändert sich dieser Tage der Blick auf die USA – und auf das transatlantische Verhältnis? Klaus Brinkbäumer berichtete, wie die Geduld und Hoffnung auf Besserung bei politisch interessierten US-Amerikaner*innen immer weiter schwindet und was das für die US-amerikanische Gesellschaft bedeuten kann.
Die Gäste

Klaus Brinkbäumer ist Autor, Moderator und Filmemacher. Er war bis April 2024 Programmdirektor des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) und von 2015 bis 2018 Chefredakteur des SPIEGEL und Herausgeber von SPIEGEL ONLINE. Zuvor arbeitete er dort als Reporter und Korrespondent, unter anderem aus New York. Seit seinem Studium an der University of California, Santa Barbara, ist er regelmäßig in den USA und verfolgt fasziniert und kritisch das politische und kulturelle Leben. Gemeinsam mit Rieke Havertz hostet er den DIE ZEIT Podcast „OK, America?“. Seine Reportagen wurden mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis, dem Henri-Nannen-Preis und dem Deutschen Reporterpreis ausgezeichnet; mehrere seiner Bücher standen auf der Bestsellerliste.

Brandon Bohrn ist Experte für die US-amerikanische Außen- und Sicherheitspolitik, die US-Politik und -Gesellschaft sowie die transatlantischen Beziehungen bei der Bertelsmann Stiftung. Zuvor war er Teil des transatlantischen Teams der Bertelsmann Foundation in Washington, D.C., wo er drei Jahre lang den jährlichen Bericht Transatlantic Trends mitverfasste. Als Fulbright- und DAAD-Stipendiat sammelte er akademische und berufliche Erfahrungen auf beiden Seiten des Atlantiks, unter anderem durch seine Tätigkeit im außenpolitischen Stab eines US-Senators sowie in den politischen Abteilungen des US-Generalkonsulats in Düsseldorf und der US-Botschaft in Berlin. Er absolvierte das TransAtlantic Masters Program (TAM) in Politikwissenschaft an der University of North Carolina at Chapel Hill und der Humboldt-Universität zu Berlin und ist zudem Absolvent von The Citadel, The Military College of South Carolina.

Rika Althoff ist Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Philosophie und Politikwissenschaft der Technischen Universität Dortmund. Sie besitzt einen Bachelor-Abschluss in Angewandter Literatur- und Kulturwissenschaft mit den Nebenfächern Politikwissenschaft und Geschichte sowie einen Master-Abschluss in Philosophie und Politikwissenschaft. In ihrer Forschung konzentriert sie sich auf Fragen an der Schnittstelle von Umwelt-, Friedens- und Sicherheitsbelangen – wobei sie politische Theorie mit interdisziplinären Ansätzen in die Friedens- und Konfliktforschung einbindet. In ihrer Lehrtätigkeit sowohl im Bachelor- als auch im Masterstudium befasst sie sich regelmäßig mit Themen rund um die Europäische Union im 21. Jahrhundert, internationale Beziehungen und internationale Organisationen.
Leseempfehlungen
Bücher
Diese Titel und mehr von Klaus Brinkbäumer können in der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund ausgeliehen werden:

Standort: Zentralbibliothek, 1. Obergeschoss Signatur: Dfc 103 Brin

(2021)
Standort: Zentralbibliothek, 1. Obergeschoss Signatur: Dfc 103 Brin
Artikel
Klaus Brinkbäumer veröffentlicht neben seinem Podcast für Die ZEIT auch Artikel in der gleichnamigen Zeitung. Diese können über den Bibliotheks-Login bei dem digitalen Pressearchiv NexisUni als Volltexte aufgerufen werden:

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USA@250 – Experiment Demokratie
Zusammen mit der TU Dortmund feiert die Stadt Dortmund „250 Jahre USA“, unter den rund 40 Akteuren aus Kultur, Bildung, Freizeit, Wissenschaft und Verwaltung ist auch die Stadt- und Landesbibliothek Dortmund Teil der Veranstaltungsreihe „Experiment Demokratie“. Nicht nur als älteste Demokratie der Welt, sondern auch die politischen Entwicklungen der vergangenen Jahre, geben Anlass sich mit den USA zu beschäftigen. Mit den Angeboten zu „USA@250 – Experiment Demokratie“ feiert Dortmund nicht nur die Demokratie, auch der transatlantische Zusammenhalt steht im Fokus.
