Montag, 17.11.2014, 19.30 Uhr
Studio B
Eintritt: 2,50 €

Valeska RéonReon
Das falsche Spiegelbild

Wer ist die Frau, die sich Melanie Kimber nennt, wirklich? Ist sie tatsächlich so harmlos wie es scheint oder ist sie vielleicht doch eine schizophrene Kindsmörderin? Nach einem Sturz von der Tower Bridge hat sie ihr Gedächtnis verloren und weiß nichts mehr über ihre Vergangenheit. Sicher ist lediglich, dass die schweren Kopfverletzungen einen völlig anderen Menschen aus ihr gemacht haben. In ihrem neuen Leben in London zwar gut angekommen, bleibt immer die Angst davor, wann die Vergangenheit sie wieder einholen wird. Was hat es mit ihren immer wiederkehrenden Alpträumen auf sich? Woher kennt sie der fremde Mann im Zeitungsladen? Was hat Ralf Müller in London verloren? Und welche Rolle spielt die Malerin Leila Clark in diesem vertrackten Puzzle? Erst in einem Rückblick erfahren wir, was wirklich geschehen ist. Doch am Ende wird sie mit der Frage konfrontiert: Kann ich meine Träume leben, statt mein Leben nur zu träumen? Ein rasanter Trip durch die Abgründe des menschlichen Gehirns und die Antwort auf die Frage, bei der die moderne Psychologie an ihre schulmedizinischen Grenzen stößt: Kann man in einem Menschen eine zweite Persönlichkeit erschaffen, die in Koexistenz mit der anderen lebt und jederzeit abrufbar ist? Und was geschieht, wenn die eine die Herrschaft über die andere übernehmen möchte?

Die Autorin:
Valeska Réon wuchs bei Ihrer Tante in Düsseldorf und New York auf. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Visagistin, zwischendurch machte sie einen Abstecher in die Modelbranche und hing dann eine Weiterbildung zur Maskenbildnerin mit dem Schwerpunkt Gesichtsprothetik (Epithetik) an. Vor einigen Jahren gründete sie eine Privatdetektei. Ihr Romandebüt „Blumen für ein Chamäleon“ erschien im Frühjahr 2012; der Stoff wird 2015 durch den Filmemacher Jakob M. Erwa unter dem Titel “Transmorphose”verfilmt.

Lesung mit Valeska Réon: Das falsche Spiegelbild
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