{"id":3172,"date":"2014-08-21T09:29:53","date_gmt":"2014-08-21T07:29:53","guid":{"rendered":"http:\/\/stadt.dortmund.de\/bibliothek\/aktuelles\/?p=3172"},"modified":"2014-08-21T09:29:53","modified_gmt":"2014-08-21T07:29:53","slug":"autoren-protestieren-gegen-amazons-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stlb-blog.dortmund.de\/index.php\/2014\/08\/21\/autoren-protestieren-gegen-amazons-politik\/","title":{"rendered":"Autoren protestieren gegen  Amazons Politik"},"content":{"rendered":"<p><strong>Amazon macht Druck f\u00fcr mehr Rabatt<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Die &#8222;<a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur\/streit-zwischen-amazon-und-bonnier-amazon-haelt-verlagsbuecher-zurueck,10809150,28166086.html\">Berliner Zeitung<\/a>&#8220; berichtete am 20.08.: &#8222;Amazon macht Druck: B\u00fccher einer Verlagsgruppe werden zur\u00fcckgehalten, weil diese dem Interneth\u00e4ndler nicht die gew\u00fcnschten Rabatte f\u00fcr E-Books einr\u00e4umt. 1350 Autoren protestieren dagegen.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Autoren wehren sich<\/strong><\/p>\n<p>Mehr als 1350 Autoren (darunter Doris Dorrie, Amelie Fried, Christoph Hein oder Ingrid Noll) werfen Amazon in einem Protestbrief vor, die B\u00fccher als Druckmittel zu missbrauchen. Dieser Brief, der unter der Adresse <a href=\"http:\/\/www.fairer-buchmarkt.de\/\" target=\"_blank\">www.fairer-buchmarkt.de<\/a> <a href=\"http:\/\/www.fairer-buchmarkt.de\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-3181\" alt=\"Offener Brief\" src=\"https:\/\/stadt.dortmund.de\/bibliothek\/blog\/aktuelles\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Offener-Brief-300x173.jpg\" width=\"300\" height=\"173\" \/><\/a>online gestellt wurde, ging zu Beginn der Woche an Jeff Bezos, den Chef von Amazon, und den deutschen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Ralf Kleber geschickt. Die deutschen Autoren fordern Amazon auf,\u00a0 B\u00fccher und ihre Autoren nicht l\u00e4nger als Geiseln zu nehmen. \u00a0Da Empfehlungslisten manipuliert, Auslieferungen verz\u00f6gert und Vorbestellungen verweigert wurden, sind die Autoren die Leittragenden und fordern somit einen fairen Buchmarkt.<br \/>\nHochgekocht wurde die Geschichte durch die Auseinandersetzungen zwischen Amazon und der Bonnier Verlagsgruppe.<\/p>\n<p><strong>Wolfgang Thierse: Selbstverteidigung der Verlage<br \/>\n<\/strong><br \/>\nIn einem\u00a0 <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/autorenproteste-gegen-amazon-nicht-mehr-mit-amazon.694.de.html?dram:article_id=294941\" target=\"_blank\">Interview mit dem Deutschlandfunk erkl\u00e4rt Thierse<\/a>(SPD), er unterst\u00fctze das Protestschreiben der Autoren. Au\u00dferdem m\u00fcsse die Kartellbeh\u00f6rde eingreifen, \u201ewenn sich Amazon auf unziemliche Weise zum Monopolisten\u201c mache. Ob dies erfolgreich sein k\u00f6nne? \u201eDas wird abzuwarten sein und dann wird, je nachdem, wie die Entscheidung ist, man in der Politik noch einmal \u00fcberlegen m\u00fcssen, welche Ma\u00dfnahmen zur Verteidigung der Buchpreisbindung \u00fcberhaupt noch m\u00f6glich sind in einer solchen Situation. Das halte ich f\u00fcr ganz offen, da bin ich, ehrlich gesagt, auch unsicher, was politisch m\u00f6glich ist, in den Markt einzugreifen, um den es ja auch geht.\u201c<\/p>\n<p>Thierse empfiehlt den Verlagen, selber aktiv zu werden und nicht mehr mit Amazon zu kooperieren. \u201eWir haben ein ganz gut funktionierendes Vertriebssystem, das muss man verteidigen gegen einen Monopolisten, der anstrengt, gewisserma\u00dfen auch Verlage zu zerschlagen und ihnen sozusagen das, was sozusagen ihre Gewinne ausmacht, wegzunehmen. Also, es ist doch auch eine Selbstverteidigung der Verlage, wenn sie sich gegen Amazon wehren, es ist nicht nur eine Sache der Autoren, sondern da m\u00fcssen Autoren und Verlage durchaus zusammenhalten.\u201c<\/p>\n<p><strong>Stellungnahme von Amazon<a href=\"https:\/\/stadt.dortmund.de\/bibliothek\/blog\/aktuelles\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/amazon.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-3184\" alt=\"amazon\" src=\"https:\/\/stadt.dortmund.de\/bibliothek\/blog\/aktuelles\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/amazon-300x198.jpg\" width=\"300\" height=\"198\" \/><\/a><\/strong><\/p>\n<p>Eine Stellungsnahme von Amazon findet man unter anderem im<a href=\"http:\/\/www.buchreport.de\/nachrichten\/verlage\/verlage_nachricht\/datum\/2014\/08\/15\/bonnier-der-ausreisser.htm\"> Fachmagazin Buchreport <\/a>. Danach\u00a0 hei\u00dft es, der Verlag Bonnier biete Amazon die Mehrheit seiner Titel zu Konditionen an, \u201edie es f\u00fcr uns wesentlich teurer machen, eine digitale Ausgabe als die gedruckte Ausgabe desselben Titels einzukaufen.\u201c Dies sei eine nicht nachvollziehbare Entscheidung, denn ein E-Book verursache keine Druckkosten, keine \u00dcberbest\u00e4nde, keine Retouren, keine Lagerkosten und keine Transportkosten. Es bed\u00fcrfe keiner Auflagenplanung, und es gehe kein Umsatz verloren, weil E-Books nie ausverkauft seien. Schlussfolgerung des M\u00fcnchner Unternehmens: \u201eE-Books k\u00f6nnen und sollten g\u00fcnstiger als gedruckte B\u00fccher angeboten werden \u2013 und dies sollte auch f\u00fcr die Preise gelten, zu denen Buchh\u00e4ndler bei Verlagen einkaufen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Amazon macht Druck f\u00fcr mehr Rabatt Die &#8222;Berliner Zeitung&#8220; berichtete am 20.08.: &#8222;Amazon macht Druck: B\u00fccher einer Verlagsgruppe werden zur\u00fcckgehalten, weil diese dem Interneth\u00e4ndler nicht die gew\u00fcnschten Rabatte f\u00fcr E-Books einr\u00e4umt. 1350 Autoren protestieren dagegen.&#8220; Autoren wehren sich Mehr als<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-3172","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/stlb-blog.dortmund.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3172","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/stlb-blog.dortmund.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/stlb-blog.dortmund.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stlb-blog.dortmund.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stlb-blog.dortmund.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3172"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/stlb-blog.dortmund.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3172\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/stlb-blog.dortmund.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3172"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/stlb-blog.dortmund.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3172"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/stlb-blog.dortmund.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3172"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}