{"id":11313,"date":"2022-04-06T12:21:37","date_gmt":"2022-04-06T10:21:37","guid":{"rendered":"https:\/\/stlb-blog.dortmund.de\/?p=11313"},"modified":"2022-04-06T12:21:37","modified_gmt":"2022-04-06T10:21:37","slug":"neuer-blick-auf-dortmunder-wahrzeichen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stlb-blog.dortmund.de\/index.php\/2022\/04\/06\/neuer-blick-auf-dortmunder-wahrzeichen\/","title":{"rendered":"Neuer Blick auf Dortmunder Wahrzeichen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Christian Frai zeigt vom 05. April &#8211; 17. Mai 2022  in unserer Artothek seinen Blick durch die industriegepr\u00e4gten Ecken NRWS<\/strong>: vom Sauerland \u00fcber Dortmund bis nach Duisburg. Wir sprachen mit Herrn Frai \u00fcber seinen Werdegang als K\u00fcnstler und inwieweit Kunst funktionieren muss.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/stlb-blog.dortmund.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/frai_artothek-1024x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-11314\" width=\"-483\" height=\"-483\" srcset=\"https:\/\/stlb-blog.dortmund.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/frai_artothek-1024x1024.jpeg 1024w, https:\/\/stlb-blog.dortmund.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/frai_artothek-300x300.jpeg 300w, https:\/\/stlb-blog.dortmund.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/frai_artothek-150x150.jpeg 150w, https:\/\/stlb-blog.dortmund.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/frai_artothek-768x768.jpeg 768w, https:\/\/stlb-blog.dortmund.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/frai_artothek-1536x1536.jpeg 1536w, https:\/\/stlb-blog.dortmund.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/frai_artothek-2048x2048.jpeg 2048w, https:\/\/stlb-blog.dortmund.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/frai_artothek-270x270.jpeg 270w, https:\/\/stlb-blog.dortmund.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/frai_artothek-230x230.jpeg 230w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Christian Frai bei der Ausstellungser\u00f6ffnung<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#d66905\"><em>Wie wurden Sie zum K\u00fcnstler, Herr Frai? <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Frai: Ich habe schon immer gerne gemalt und, eigentlich wie ein Autodidakt, ein paar Maltechniken ausprobiert. Damit habe ich dann als Stra\u00dfenmaler gearbeitet als ich jung war und da kamen dann hin und wieder welche, die meine Bilder und Holzarbeiten zeigen wollten&#8230; <\/p>\n\n\n\n<p>Irgendwann sprach mich dann Gerd Heinrich von der Kunstakademie M\u00fcnchen an und fragte, ob ich nicht in seine Gruppe kommen wolle. Ich wurde dann Meistersch\u00fcler (Anm. d. Red.: vergleichbar mit einem wiss. Mitarbeiter*in an Universit\u00e4ten) und wir hatten gemeinsame Projekte und Ausstellungen. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Zeit an der Kunstakademie war sehr anstrengend, weil ich dort alle klassischen Kunsttechniken lernen musste. Andererseits war das gerade das Gute, weil ich in keinen Stil gedr\u00e4ngt wurde und alle Techniken an die Hand bekam, um eigene Ideen auch technisch umsetzen zu k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#d66905\"><em>Und wie w\u00fcrden Sie Ihren eigene Malstil bezeichnen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Frai: Ich male sehr gerne farbintensiv und nutze dann w\u00e4hrend des Malens auch gerne noch die neu entstandenen Farben auf meiner Palette. Au\u00dferdem sind meine Berge, wie bei den Bildern die Hemer zeigen, geschwungener oder rundlicher und nicht so scharfzackig nach oben. Anscheinend blicke ich da anders drauf.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8222;Obwohl ich die \u00d6lfarbe an sich liebe, ist plakativer [&#8230;]&#8220;<\/p><cite>Christian Frai<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#d66905\"><em>Wenn Sie sagen farbintensiv, wie kommt es dann, dass Sie sich f\u00fcr Acryl- und nicht f\u00fcr \u00d6lfarbe entschieden haben? \u00d6lfarben haben ja nochmal ein eigenes Leuchten in sich.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Frai: Es muss funktionieren und das klappt bei mir mit der Acrylfarbe besser. &#8222;Obwohl ich die \u00d6lfarbe an sich liebe, ist plakativer [&#8230;]&#8220;, aber das Malen damit ist mir auf Dauer dann auch zu gesundheitssch\u00e4dlich. Man steht auch nah am Bild und dann atmet man die L\u00f6sungsmittel &#8211; und die sind ja auf Balsam-Terpentin-Basis &#8211; ein, der Geruch ist auch nicht so angenehm&#8230;Da muss man dann mit einer Atemschutzmaske malen, weil das irgendwann die Atemwege reizt, und das kann ich vermeiden, wenn ich Acrylfarbe benutze.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#d66905\"><em>Okay, aber wie kamen Sie dann von M\u00fcnchen nach NRW?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Frai: Mitte der 90er r\u00fcckte dann die Familie st\u00e4rker in den Fokus und ich ging mit meiner Frau zusammen zur\u00fcck zur Familie, deswegen zogen wir nach NRW. Bis dahin hatte ich ausschlie\u00dflich als freiberuflicher K\u00fcnstler gearbeitet und da ist man nat\u00fcrlich sehr frei, aber verzichtet nat\u00fcrlich auch auf eine sichere Stelle, alles ist flexibler. Das kann gut sein, es kann aber auch in manchen Lebenssituationen stressig sein. Deswegen wechselte ich mit wenigen Stunden in den Schuldienst&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#d66905\"><em>Das klingt ja nach einer ausgewogenen Work&amp;Life-Balance&#8230;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Frai: Das war es auch! Ein sicheres Einkommen durch die Arbeit als Kunstlehrer und trotzdem parallel genug Zeit zu haben, um im eigenen Atelier zu arbeiten und Auftragsarbeiten und Ausstellungen umzusetzen. Zur Not h\u00e4tte ich ja auch um mehr Stunden in der Schule bitten k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#d66905\"><em>Wie kann ich mir das mit den Auftragsarbeiten vorstellen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Frai: Ich werde dann oft gefragt, ob ich z.B. dieses oder jenes Motiv in meiner Art malen k\u00f6nnte. Manchmal gibt es auch gar keinen Motivwunsch. Doch die Verbindung, also dass mein Kunde etwas mit seinem Bild verbindet, ist mir wichtig.<\/p>\n\n\n\n<p> Ich male ja auch Portr\u00e4ts, auch so farbenpr\u00e4chtig wie die anderen Bilder, aber da ist nat\u00fcrlich immer das Risiko, dass mein Blick auf die Person ein ganz anderer ist, als die Person auf sich selbst hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#d66905\"><em>Kann man Ihre Bilder auch noch woanders sehen? Was haben Sie 2022 noch vor?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Frai: Zum Teil sind Werke von mir im Stadttheater Hagen (Kulissenbau) und in der Schweizer Bank in Amsterdam verortet. Au\u00dferdem sind f\u00fcr dieses Jahr noch Ausstellungen in K\u00f6ln und Murnau geplant.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color\" style=\"color:#d66905\"><em>Vielen Dank f\u00fcr Ihre Zeit!<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>Die Ausstellung ist w\u00e4hrend der \u00d6ffnungszeiten in der Artothek zu sehen!<\/p><cite>Dienstags &amp; Freitags 10.00 bis 19.00 Uhr in der STLB Dortmund<\/cite><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Christian Frai zeigt vom 05. April &#8211; 17. Mai 2022  in unserer Artothek seinen Blick durch die industriegepr\u00e4gten Ecken NRWS: vom Sauerland \u00fcber Dortmund bis nach Duisburg. 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